Frühkindliche Förderung

Frühkindliche Förderung

Die Zahlen des Armutsberichts der Bundesregierung sind alarmierend:
Jedes 7. Kind lebt in Armut.
Überdurchschnittlich häufig von Armut betroffen sind Kinder

  • von alleinerziehenden Müttern/Vätern,
  • aus kinderreichen Familien, 
  • aus Familien mit Migrationshintergrund
  • aus Familien mit psychosozialen Belastungen.

Armut setzt sich oft in der darauf folgenden Generation fort.

Kinder, die in Armutsverhältnissen aufwachsen,

  • sind häufiger krank,
  • erleiden häufiger Unfälle,
  • haben häufiger sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf,
  • brechen häufiger die Schule ab, 
  • bekommen schlechter einen Arbeitsplatz,
  • werden in höherem Masse psychosozial auffällig.

Diese Kinder sind bereits früh in ihren Bildungs- und Zukunftschancen benachteiligt.

Wir setzen uns dafür ein, dass

  • Kinder bereits bei drohender Entwicklungsgefährdung vom Säuglingsalter an eine Förderung erhalten,
  • insbesondere den Bedürfnissen sehr junger Kinder, die in Institutionen betreut werden, hinreichend Rechnung getragen wird,
  • Erzieherinnen in den Kindergärtentagesstätten und in der Tagespflege eine qualifizierte Ausbildung erhalten, die insbesondere den frühpädagogischen Umgang mit Kleinstkindern berücksichtigt.

Wir fordern die Umsetzung von Ausbildungs-Programmen, die den Qualitäts-Standard für den frühpädagogischen Umgang mit Kleinstkindern in den Kindergärtentagesstätten nachhaltig erhöhen.

Nach den Plänen der Bundesregierung sollen bis zum Jahr 2013 etwa 270.000 neue Betreuungsplätze in Tagesstätten und in der Tagespflege für Kinder unter 3 Jahren geschaffen werden. Neu eingestelltes und bereits tätiges Personal sollte ausreichend vorbereitet und qualifiziert werden, um den besonderen Belangen und Bedürfnissen sehr junger Kinder gerecht werden zu können. Die Curricula der ErzieherInnen sind entsprechend anzupassen und zu erweitern

Dazu wird die Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft ein Pilotprojekt zur frühkindlichen Förderung psychosozial benachteiligter Kinder in Kitas an einem Standort in NRW ins Leben gerufen. Gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte entwickeln wir und setzen dieses Projekt um.

Wir unterstützen in dem Pilotprojekt

  • die Entwicklungsförderung der Kleinstkinder,
  • die Förderung einer sicheren Bindung der Eltern zu ihren Kindern,
  • die Entwicklung der sozialen Kompetenz von Eltern und Kindern,
  • die qualifizierte Ausbildung des Personals in den Kitas.

Durch dieses Projekt will die Stiftung die Chancengleichheit aller Kinder von der frühen Kindheit an nachhaltig verbessern.

Helfen Sie uns dabei!